FDP Stadtverband Korschenbroich

Fahrradboxen: FDP Korschenbroich schlägt intelligentes Finanzierungs- und Nutzungskonzept vor.

FDP Kompetenzteam 2020
Die FDP Stadtratskandidaten: Thomas Betz, Dirk Schiffers, Benny Breuer

Obwohl derzeit rund 130 Fahrradboxen in Korschenbroich und Kleinenbroich zur Verfügung stehen, gibt es bereits eine lange Warteliste mit Interessenten, die bislang aber vergebens auf eine Fahrradbox warten. Die FDP Korschenbroich möchte deshalb mit einem intelligenten Finanzierungs- und Nutzungskonzept, dass die angespannte Haushaltssituation der Stadt berücksichtigt, die Zahl der Fahrradboxen im Stadtgebiet erhöhen, um so auch die Attraktivität des ÖPNV weiter zu steigern.

Viele Pendler kennen das Problem. Die Sorge um das teure Fahrrad beim Abstellen am Bahnhof. Dort sind diese nicht nur der Witterung, sondern auch  Diebstahl und Vandalismus ausgesetzt. Dies führt dann dazu, dass der ÖPNV nicht genutzt wird und doch wieder auf das Auto zurückgegriffen wird. Um den ÖPNV weiterhin attraktiv zu gestalten, möchte die FDP deshalb die Anzahl der Fahrradboxen erhöhen um die Nachfrage zu decken. Um die Erweiterung in einem vertretbaren Kostenrahmen zu realisieren, schlägt die FDP Korschenbroich im Rahmen eines Finanzierungs- und Nutzungskonzeptes folgendes vor:

  • Nutzung der Fahrradboxen als kostenpflichtige Werbeflächen für ortsansässige und überregional tätige Gewerbetreibende und Unternehmen. Die zusätzliche Einnahmen könnten direkt für die Finanzierung der Fahrradboxen genutzt werden.

 

  • Ebenso wäre vorstellbar, die lokalen Fahrradhändler mit einzubeziehen. Der Neuerwerb eines Fahrrades könnte beispielsweise mit einer 12-monatigen kostenfreien Nutzung einer Fahrradbox für den Kunden verbunden werden. Die jeweilige Fahrradbox würde dann vom lokalen Händler mit finanziert werden.

 

  • Denkbar wäre auch eine Kombination des Bahntickets mit einer kostenfreien Nutzung für den Bürger. Vor allem für Inhaber eines Jobtickets eine interessante Variante. Dies wäre sicherlich auch für den Arbeitgeber ein zusätzlicher Anreiz, eine klimafreundliche Anreise der Mitarbeiter zum Arbeitsplatz zu unterstützen. Zusätzlich könnte z.B. der VRR entsprechende Pakete anbieten und „eigene“ Boxen an den Bahnhöfen zur Verfügung stellen.

 

  • Vom jetzigen Schlüsselsystem könnte man auf ein elektronisches Code System umstellen. So würde nicht nur der lästige Schlüsselpfand entfallen, sondern die Mieter wären auch flexibler die Boxen mit Familienmitgliedern oder Freunden zu teilen. Hier wäre auch die Möglichkeit gegeben, dass z.B. ein beauftragter Fahrradtechniker Zugriff für Reparaturen und Wartungen hätte, die dann während der Abstellzeit schnell und unkompliziert durchgeführt werden könnten. Dies wäre auch eine gute Gelegenheit für den lokalen Fahrradhandel ihr Serviceangebot zu erweitern.

 

  • Als zusätzliche Finanzierungsoption wäre auch eine Bereitstellung von Fahrradboxen zur teilweisen Ad-Hoc Nutzung. Diese könnten dann analog zu einem Parkhaussystem stundenweise oder tageweise angemietet werden. Die Reservierung und Anmietung könnte dann über die von der FDP geplante „Bürger App“ oder einem lokalen Ticketautomaten erfolgen.

 

  • Die aktuellen Mietkosten von 3 Euro / Monat ohne Strom und 5 Euro / Monat mit Strom sind von der Höhe vergleichsweise gering. Hier sollte eine erneute betriebswirtschaftliche Bewertung der Mietkosten erfolgen, um eine Kostendeckung zu erreichen. In Anbetracht der erheblichen Anschaffungskosten -insbesondere von E-Bikes- würden die Bürger*innen sicherlich eine entsprechend sinnvolle Anpassung der Mietkosten akzeptieren. 

Antrag Finanzierungs- und Nutzungskonzept für Fahrradboxen